Quo vadis?

Geistliche Einordnung von Pastor Martin Gregor

 

 

 

Wo gehst du hin? Wohin, wenn alles bricht? Die Welt liegt in Wehen...

Dieses Gefühl hatten schon viele Menschen vor uns. Immer wieder gab es das: Zeitenwenden. Vorzeichen des Umbruchs und auch des Niedergangs. Lügen und Sinnentleerung. Das gierige Streben der Macht, sich über das Recht zu stellen. Und die Behauptung der Gewalt, Gerechtigkeit durchzusetzen.

Quo vadis? Im Rückblick ist es ein Stoff für polnische Bestseller und Nero eine literarische Figur – oder ein Sandalenfilm mit Robert Taylor. Und doch bleibt die Frage, wohin auch ich gehe.

Wohin, wenn alles bricht?

Quo vadis? Fragt der Jünger Simon Petrus seinen Rabbi und Hoffnungsträger Jeschua aus Nazareth.

Er will für ihn kämpfen gegen die Besatzungsmacht, aber Jesus weist das zurück. Das Gegenteil sei der Fall. Jesus würde für ihn sterben.

Auch die Evangelien erzählen im Rückblick - und auch Jesus und Petrus werden hier in Johannes 13 literarische Figuren – und ebenfalls verfilmt. Und doch bleibt uns die Antwort, die Jesus damals auf die Zeitenwende gab: Aus Gewalt wird wieder Gewalt werden – darum steck das Schwert weg! Er stellte sich selbst den Bütteln und Soldaten, statt seine Freunde und Freundinnen zum Kampf aufzufordern. Er blieb der Botschaft, dass die Liebe siegt, treu. Dem, der heilen konnte, wurde Unheil zuteil. Doch Gott blieb ebenfalls seinem Wort treu ...

Quo vadis? Ostern ist vielleicht nur noch ein Kinderfest, Lämmer ohne Sinn und die Eier bunt, aber leer. Dabei ist es ein Drama, das vor unseren Augen sich immer wieder abspielt, in unserer Welt – und in uns selbst.

Es beginnt schon Palmsonntag mit einer anderen Frage: Wem juble ich zu? Geht über Greindonnerstag: Mit wem teile ich? Geht weiter mit Karfreitag: Wo stehe ich? Über Karsamstag: Wie halte ich das aus? Zu Ostersonntag, die alten Schalen brechen, und Ostermontag: Ich gehe hin, wohin Er mich ruft - auf seinen Weg, in seine Wahrheit, in sein Leben.

 


Heilsame Festtage wünscht Ihnen von Herzen Ihr Pastor Martin Gregor


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ukrainische Flagge mit Text: Stand with Ukraine, Pray forPeace
In unseren Gottesdiensten beten wir für Frieden, Vergebung, Versöhnung. Immer.
Das ist nicht naiv und macht uns auch
nicht blind.
Krieg kennt nur Opfer, immer auf
beiden Seiten.
Für sie beten wir, wollen und werden aber auch nicht vergessen, wer der
Agressor ist.
Dies ist Putins Krieg!

   Glaube, Liebe, Hoffnung